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Trotz Winterferien war die Dietrich-Bonhoeffer-Halle am Wochenende gut gefüllt – und die Fans sollten ihr Kommen nicht bereuen. Im ersten Spiel des neuen Jahres gelang der ERSTEN von LICH Basketball endlich der erhoffte erste Heimsieg der Saison. In einem hochspannenden Basketball-Krimi setzte sich Lich nach Verlängerung mit 100:90 gegen Söflingen durch und verschaffte sich damit wichtige Punkte im Kampf gegen die Abstiegsränge.

Der Druck vor der Partie war groß: Das klare Ziel lautete, endlich zu Hause zu gewinnen und den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen. Gleichzeitig war es ein besonderes Spiel für zwei Neuzugänge. Für Importspieler und Power Forward Christopher Osobaye war es seit seiner Ankunft im Dezember das erste Heimspiel im Licher Trikot. Zudem präsentierte der Verein eine echte Überraschung: Mit Pointguard Tim Schneider, zuletzt beim Pro-B-Ligisten Iserlohn aktiv, stand ein in der Region bekannter und erfolgreicher Spieler erstmals für Lich auf dem Parkett. Beide Neuzugänge feierten einen starken Einstand.

Die Starting Five der Gastgeber bestand aus Tim Schneider, Finn Jakob, Christopher Osobaye, Till Wagner und David Amaize. Jakob eröffnete die Partie direkt mit einem Dreier – überhaupt sollten die Würfe von jenseits der 6,75-Meter-Linie auf beiden Seiten eine große Rolle spielen. Der Beginn war von Nervosität geprägt, Söflingen fand zunächst besser ins Spiel. Beim Stand von 5:13 nahm Lichs Headcoach Lucas Nasev früh die erste Auszeit. Die Hausherren kämpften sich zurück, verkürzten durch Amaize und hielten dagegen. Nach zehn Minuten stand es 18:20.

Im zweiten Viertel kam Lich deutlich besser in Fahrt und drehte das Spiel zwischenzeitlich auf 23:20. Söflingen blieb vor allem dank einer starken Dreierquote gefährlich. Tim Schneider erzielte mit einem Dreipunktewurf seine ersten Punkte im Licher Trikot, ein kleiner Lauf brachte Lich auf 30:25 nach vorne. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich kein Team absetzen konnte. Zur Halbzeit lag Söflingen knapp mit 48:46 in Führung. In der Pause sorgten die Cheerleaderinnen des Vereins mit einer gelungenen Show für beste Stimmung.

Nach dem Seitenwechsel setzte Till Wagner mit einem Dreier das erste Ausrufezeichen. Lich agierte nun sicherer und erspielte sich eine 65:59-Führung, worauf Söflingen reagierte. Ein Steal von Carl Chromik und der Pass auf Gregor Gümbel führten zum 71:66, Gümbel legte nach. Mit 73:66 ging das dritte Viertel an die Gastgeber. Doch entschieden war noch lange nichts. In einer hochspannenden Crunchtime wechselte die Führung mehrfach, Dreier reihten sich aneinander. Acht Sekunden vor Schluss lag Söflingen mit 88:87 vorne, Osobaye stand an der Freiwurflinie. Der erste Wurf verfehlte sein Ziel, der zweite saß – 88:88, Verlängerung. Die Halle hielt es längst nicht mehr auf den Sitzen. In der Overtime zeigte Lich großen Willen und einen kühlen Kopf. Mit einem 12:2-Lauf entschieden die Hausherren die Verlängerung klar für sich und sicherten sich nicht nur den 100:90-Sieg, sondern auch den direkten Vergleich gegen Söflingen. Die Stimmung nach diesen rasanten fünf Minuten war entsprechend ausgelassen.

Headcoach Lucas Nasev zeigte sich nach der Partie erleichtert: „Die Mannschaft hat heute enorme Moral bewiesen. Wir wollten diesen ersten Heimsieg unbedingt und haben bis zur letzten Sekunde dafür gekämpft. Es war ein Teamerfolg mit einem sehr ausgeglichenen Scoring. Besonders freut mich, wie gut sich unsere Neuzugänge eingefügt haben und wie die Fans uns getragen haben.“

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Bereits am kommenden Samstag geht es für die ERSTE von LICH Basketball zuhause weiter. Um 19 Uhr empfangen die Licher in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle die erfolgreichen Wizards Karlsruhe.

Punkte: Chromik 10, Osobaye 17, Kotulla 2, Mehmed 7, Rostek, Wagner 11, Schneider 14, Gümbel 7, Lischka 16, Jakob 11, Amaize 5.

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