Mit einem 79:69 gegen den MTV Stuttgart feiert Lich Basketball den vierten Erfolg in Folge. Starke Reboundarbeit und eine verbesserte Verteidigung nach der Pause bereiten den Weg zum Heimsieg.
Lich Basketball gewinnt in der 1. Regionalliga Südwest weiter an Boden. Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart verbuchte die Mannschaft von Trainer Lucas Nasev am Samstag bereits ihren vierten Sieg hintereinander. Beim 79:69 (43:40) gegen den MTV Stuttgart mussten sich die Gastgeber allerdings zunächst steigern. Erst nach der Halbzeit verschafften sie sich mit einer konzentrierten Defensivleistung den entscheidenden Vorteil. Mit einer Bilanz von vier Siegen aus sechs Spielen belegen die Licher weiterhin Tabellenplatz vier.
In der Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle erwischten zunächst die Gäste den besseren Start. Stuttgart wirkte aufmerksamer und lag nach sechs Minuten mit 13:8 vorne. Lich tat sich dagegen schwer, im Angriff gute Lösungen zu finden. Zu wenig Bewegung erschwerte das Zusammenspiel, sodass das erste Viertel mit 17:22 an den MTV ging.
Nasev zeigte sich mit dieser Anfangsphase unzufrieden: „Wir haben nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen haben.“ Vor allem im Angriff vermisste er den nötigen Spielfluss: „Offensiv haben wir uns extrem schlecht bewegt, keinen Rhythmus gefunden gegen die Stuttgarter Defense.“
Im zweiten Viertel änderte sich das Bild. Die Hausherren erhöhten das Tempo, ließen den Ball besser laufen und bekamen durch ihre Einwechselspieler zusätzliche Impulse. Tristan Göbel sorgte in der 14. Minute für den Ausgleich zum 30:30. Lich übernahm zunehmend die Initiative, gewann den Abschnitt mit 26:18 und ging mit einem knappen 43:40-Vorsprung in die Kabine.
Defensive bringt die Entscheidung
Nach Wiederbeginn gelang es den Mittelhessen, die Partie deutlicher auf ihre Seite zu ziehen. Stuttgarts Leistungsträger bekamen nun weniger Raum, auch gegen Danilo Mitrovic griff die Verteidigung besser. Ein 9:2-Lauf innerhalb der ersten vier Minuten brachte Lich beim 52:42 erstmals einen zweistelligen Vorsprung.
Die Gastgeber hielten den Druck aufrecht und entschieden das dritte Viertel mit 21:13 für sich. Vor dem Schlussabschnitt stand damit eine 64:53-Führung auf der Anzeigetafel.
Stuttgart gab sich zwar noch nicht geschlagen, konnte den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Gut fünf Minuten vor dem Ende traf Jarvis Dale Walker von der Dreierlinie zum 71:60 und verschaffte seinem Team erneut etwas Luft. In der Schlussphase kamen die Gäste nicht näher als auf acht Punkte heran. Lich brachte den Heimsieg schließlich mit 79:69 ins Ziel.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die deutliche Überlegenheit beim Rebound. Mit 47:30 sicherten sich die Gastgeber klar mehr Abpraller und erspielten sich am offensiven Brett zusätzliche Wurfchancen. Gleichzeitig gestatteten sie Stuttgart in der gesamten zweiten Hälfte nur noch 29 Punkte – nach 40 Zählern vor der Pause.
„Wir haben in der zweiten Halbzeit die Schlüsselspieler von Stuttgart sehr gut verteidigt“, lobte Nasev. Der Trainer betonte außerdem den Beitrag seiner Einwechselspieler zum gemeinsamen Erfolg: „Die Bank hat uns viel Energie gegeben, was sehr, sehr wichtig war.“
Mit Rückenwind zum Nachbarschaftsduell Die Siegesserie verleiht dem kommenden Auftritt zusätzliche Brisanz: Am Samstag um 18.30 Uhr gastiert Lich bei den Pointers in der Gießener Sporthalle Ost. Das Derby verspricht angesichts der jüngsten Entwicklung der Licher zugleich ein Spitzenspiel zu werden.



